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	<title>Familiensachen - Sascha Stienen, Journalist &#187; Sohn</title>
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	<description>Hausblog rund um Kinder, Eltern und Familie</description>
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		<title>Schwere Hymne</title>
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		<pubDate>Tue, 17 Jul 2018 16:40:21 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Die bundesdeutschen Sommerfußballer sind schon lange aus dem Turnier ausgeschieden, doch der Junior summt auf dem Fahrrad immer noch gerne die Nationalhymne. „Papa, was heißt eigentlich Einigkeit und Recht und Freiheit?“, fragt er unvermittelt und &#8230; <a href="http://sascha-stienen.de/?p=580">Weiterlesen</a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Die bundesdeutschen Sommerfußballer sind schon lange aus dem Turnier ausgeschieden, doch der Junior summt auf dem Fahrrad immer noch gerne die Nationalhymne.</p>
<p>„Papa, was heißt eigentlich Einigkeit und Recht und Freiheit?“, fragt er unvermittelt und bringt mich in Erklärungsnot. Einigkeit herrscht, wenn sich Leute einig sind. Recht herrscht, wenn sich alle an die gleichen Regeln halten. Und Freiheit besteht darin, fast alles tun zu dürfen und dabei gleichzeitig nicht alles tun zu müssen, was einem andere sagen. Außer Eltern natürlich.</p>
<p>Wenn wir gemeinsam nach Einigkeit und Recht und Freiheit „stre-he-ben“, dann versuchen wir, diese drei Sachen zu erreichen, und das eigentlich jeden Tag neu.</p>
<p>Aber wie erklärt man einem Sechsjährigen das Unterpfand? Ich versuche es vergeblich mit der Pfandflasche und dem darin enthaltenen Versprechen, dass man seine acht, 15 oder 25 Cent garantiert wiederbekommt, wenn man sie wieder abgibt…</p>
<p>Der Junior seufzt und sagt: „Die Nationalhymne ist richtig schwer.“ Und nach kurzem Nachdenken ergänzt er: „Die Dortmunder ist viel leichter. Die kann ich schon.“ Fährt weiter und singt fröhlich: „Heja, BVB! Heja, BVB! Heja, heja, heja, BVB!“</p>
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		<title>Planet Willi</title>
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		<pubDate>Sat, 19 Sep 2015 12:42:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[stienen]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Außerirdischer]]></category>
		<category><![CDATA[Birte Müller]]></category>
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				<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://sascha-stienen.de/wp-content/uploads/2015/09/Planet_Willi.jpg"><img class="wp-image-426 size-full" src="http://sascha-stienen.de/wp-content/uploads/2015/09/Planet_Willi.jpg" alt="Planet_Willi" width="709" height="554" /></a></p>
<p>Wie ist das Leben mit einem Kind mit Down-Syndrom? Birte Müller, Jahrgang 1973, hat darauf eine poetische Antwort gefunden. In ihrem bezaubernden Bilderbuch beschreibt sie mit Illustrationen und Sprachbildern, wie ihr Sohn Willi 2007 zur Welt kam und seitdem auf ganz besondere Art das Leben von Mama, Papa, Schwester, Opas, Omas und Freunden bereichert. „Willi kommt von einem anderen Planeten“, schreibt Müller. „Als seine Mama schwanger war, wusste sie nicht, dass sie einen kleinen Außerirdischen in ihrem Bauch hatte.“ Die Außerirdischen-Metapher beschreibt gut, wie Menschen mit Down-Syndrom in einer Gesellschaft ankommen, die oft zu schnell, zu ordentlich und einfach zu perfekt ist. Das Buch über den Außerirdischen bewirkt einen Perspektivwechsel. Willi handelt oft anders, ist aber genauso liebenswert und liebevoll wie seine Schwester mit Normal-Syndrom.</p>
<p><em>Info: Birte Müller: Planet Willi, Beltz &amp; Gelberg, 40 S., 5,95 Euro</em></p>
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		<title>Die Welt im Döschen</title>
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		<pubDate>Fri, 05 Jun 2015 11:57:30 +0000</pubDate>
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				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Abenteuer]]></category>
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				<content:encoded><![CDATA[<p>Wenn die Welt im Döschen ist, dann ist sie in Ordnung und ganz überschaubar, und wirklich alles ist gut. Diesen Zustand völliger Zufriedenheit mit sich und der Welt herzustellen, ist eine große Kunst. Meister dieses Fachs ist der Dreijährige, der mit seinem Laufrad zum Kindergarten schleicht.<br />
Auf diesem Weg, der das Ziel ist, begegnen dem kleinen Entdecker viele tausend Abenteuer. So hält er unvermittelt an und sucht den Boden ab: „Ich muss mal gucken, ob da eine Ameise ist.“ Ist sie nicht. Und schon geht’s ein Stück weiter: „Lalala, das Polizeimotorrad ist da.“ Auf wenigen Metern werden Stöcke, Taubenfedern und Blätter eingesammelt und sorgsam in Papas Fahrradkorb gelegt. „Für Mama.“<br />
Auf der nächsten Straße eine Baustelle: „Da ist ein großer Bagger, den habe ich genau gesehen. Warum arbeitet der Bagger nicht?“ Die Antwort erfahren wir nicht, denn das nächste Studienobjekt wartet: ein Baustellenklo, das „Pipiklo für Baggermänner“. Wenige Meter weiter hängt eine Deutschlandfahne. „Guck mal, eine Fußballfahne!“<br />
Wenn man nicht gerade dringend zur Arbeit muss, ist Laufradfahren also allerbeste Stressvorbeugung. Dabei ist übrigens klar geregelt, dass der Sohnemann an der Spitze die Geschwindigkeit vorgibt. „Du bist ein Vorfahr“, meine ich, und er entgegnet keck: „Und du bist ein Nachfahr.“ Stimmt, heute schon.</p>
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		<title>Fußball ist unser Leben</title>
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		<pubDate>Mon, 31 Mar 2014 18:07:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[stienen]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Analyse]]></category>
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		<description><![CDATA[5.30 Uhr. Schon vor dem ersten Weckerklingeln tönt es aus der Besucherritze des Elternbetts: „Papa, können wir über Fußball reden?“ Schläfrig entgegne ich: „Ja.“ Darauf der Sohn: „Wer fängt an?“ Das sind Momente, in denen &#8230; <a href="http://sascha-stienen.de/?p=143">Weiterlesen</a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>5.30 Uhr. Schon vor dem ersten Weckerklingeln tönt es aus der Besucherritze des Elternbetts: „Papa, können wir über Fußball reden?“ Schläfrig entgegne ich: „Ja.“ Darauf der Sohn: „Wer fängt an?“</p>
<p>Das sind Momente, in denen mir unsere gemeinsame Fußball-Leidenschaft ein bisschen auf den buchstäblichen Wecker geht. Aber sonst ist das schon spitze, wenn der Oldiekicker dem Nachwuchsmann was mitgeben kann und schon beim Frühstück die GA-Montagsanalyse vom letzten Bundesliga-Spieltag vorlesen darf.</p>
<p>Die Champions League geht in die heiße Phase, die WM steht vor der Tür, und im Supermarkt gibt’s Fußballbildchen für jeden Einkauf ab zehn Euro. Also steigt das Fußballfieber bei Vater und Sohn. Bevor die Fußball-Sommerspiele in Brasilien beginnen, muss aber noch an der Taktik gefeilt werden.</p>
<p>Dazu fertigt der Papa regelmäßig riesige Schaubilder an, zum Beispiel um Abseits zu erklären oder den Unterschied zwischen Vereinsmannschaften und Nationalteams. Gut, dass die Nations League noch kein Thema ist, denn um deren Sinn zu verstehen, bräuchte der Sohnemann vermutlich Abitur und das Vordiplom in Statistik und Volkswirtschaftslehre.</p>
<p>So befassen wir uns eben mit den handfesten Dingen: Winkeltore zum Beispiel sind jene Tore, die genau in den Winkel gehen und deshalb absolut unhaltbar sind – außer für den „besten Torwart der Welt“, Manuel Neuer. Obwohl die Bayern bei uns zurzeit grundsätzlich nicht mehr so gut gelitten sind: „Als Kind war ich mal Bayern-Fan“, verkündet der Fünfjährige abgeklärt. „Als Kind?!“, entgegne ich. „Und was bitte, bist du jetzt?“ Darauf sagt er: „Na Dortmund-Fan!“</p>
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