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	<title>Familiensachen - Sascha Stienen, Journalist &#187; Uhr</title>
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		<title>Stell mal die Uhr vor!</title>
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		<pubDate>Wed, 08 Jul 2015 10:40:56 +0000</pubDate>
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				<content:encoded><![CDATA[<p>Es soll ja Leute geben, die ständig zu spät kommen. Egal zu welchem Anlass, ob beruflich oder privat. Der Notfalltipp für diese der Gegenwart hinterher hetzenden Menschen ist eine persönliche Zeitumstellung: Einfach die Uhr fünf Minuten vorstellen und einen Puffer einrichten. Wenn man nicht mehr daran denkt, klappt der kleine Selbstbetrug auch meistens.<br />
Wenn die Uhr ständig fünf Minuten vor geht, ist das dann eigentlich eher arbeitgeber- oder arbeitnehmerfreundlich? Der Arbeitnehmer kommt früher, geht aber später, oder? Freunde berichten von einem ihnen näher bekannten Angestellten, der täglich die Stechuhr überlistete, indem er sich anmeldete und dann erst einmal für eine Weile auf dem stillen Örtchen verschwand. Das ist dann das Gegenteil vom Home Office, wobei auch bei der Heimarbeit in den vier Wänden allerlei wohlfeile Ablenkungen lauern, vom unerledigten Hausputz bis zu den bügelfähigen Bergen frischer Wäsche.<br />
In diversen Achtsamkeitsratgebern heißt es übrigens, dass derjenige, der es eilig hat, besonders langsam gehen sollte. Absichtliches Zeitlassen gegen den drohenden Zeitverlust also. Diese Methode hatte jüngst ein Rentner im Supermarkt noch nicht so ganz verinnerlicht, als er sich frech an anderen Wartenden vorbei drängelte. Ausgerechnet ein entspannenter Jugendlicher rief den Senior zur Ordnung mit den weisen Worten: „Alter, chill mal deine Basis!“</p>
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		<title>Messies Lieblinge</title>
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		<pubDate>Sun, 30 Nov 2014 10:43:42 +0000</pubDate>
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				<content:encoded><![CDATA[<p>Zeiten des Umräumens machen mir schmerzlich bewusst, dass in jedem Jägersammler ein kleiner Messie schlummert. Der kommt gleich mit hervor, wenn sich Schubladen, Kisten und Kartons nach längerer Zeit wieder öffnen.<br />
Dort begegnet mir zum Beispiel der original Hallenboden vom siegreich bestrittenen Handball-Endspiel der deutschen Weltmeister von 2007. Wenn nicht jetzt, wann dann auf den Flohmarkt damit?<br />
Oder nehmen wir den stattlichen Haarzopf, den ich mir anno 1994 im Oktober abschneiden ließ, um zum Bundeswehrdienst zu gehen. Was für ein stilistischer Fehler! Und den hübschen kleinen Blechfrosch übergab mir eine betagte Polin als Dankeschön für die Berichterstattung über ein Jubiläumstreffen ehemaliger Zwangsarbeiter in Köln. Er ist schön, aber völlig funktionslos. Ich brauche nicht zu erwähnen, dass ich die kaputte Uhr meines verstorbenen Großvaters über all die Jahre an einem sicheren Ort aufbewahrt habe…<br />
Sicher ist: Das letzte Hemd hat keine Taschen. Und mit all dem ganzen Erinnerungskram komme ich bestimmt nicht durch das Nadelöhr, ich Kamel. Also: Weg damit – in den Keller!</p>
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