Fußball-EM mit Kindern

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So wollen wir spielen.

Das Erste, was der Sohn nach dem Aufwachen fragt: „Wie hat Deutschland gespielt?“ Die Abendspiele fangen nämlich immer so spät an, dass schon die erste Halbzeit reicht, um den Schlaf herbeizuführen, was gerade gegen Polen einfach war.

Grundsätzlich bereitet die EM uns viel Freude. Doof nur, dass aus medienpädagogischer Sicht ein eingeschränkter Fußballfernsehkonsum für Pänz ratsam ist und eben nicht ständig die Glotze laufen sollte. Früher als Kinderloser konnte man sich noch vier Wochen Urlaub für so ein Turnier nehmen und dann den ganzen Tag schauen. Der Vater von heute geht ein bisschen subtiler vor, um möglichst viele EM-Minuten zu erleben. So läuft heimlich das Smartphone-Fernsehen beim Abendbrote-Schmieren in der Küche. Und wenn der Kurze beim Sport weilt, sitzt Papa im Straßencafé und guckt eine Halbzeit England gegen Wales.

Immer wieder toll ist die fußballbedingte Vokabular-Erweiterung. „Packing“ ist, wenn Papa die quengelnde Kinderhorde geschickt mit einem Zwei-Eiskugeln-Steilpass überspielt. Beim Trödeln vor dem Einschlafen nehmen die Kinder ungeniert Zeit von der Uhr. Doch zum Glück gibt es den vierten Offiziellen, der gnadenlos die Nachspielzeit anzeigt und irgendwann beschließt: Das Spiel ist aus, ab ins Bett!

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