Unsere Fanmeilen

Drei Spiele vor dem Ende der EM wird es Zeit für eine Rudelgucker-Zwischenbilanz. Wir haben viele schöne Plätze erlebt, an denen es Spaß macht, gemeinsam Fußball zu gucken. Angefangen beim eigenen Wohnzimmer, wo man natürlich immer in der ersten Reihe sitzt und keine Plätze freihalten muss.

Aber gerade die deutschen Spieltage locken den Public Viewer in Bonn auf die Straße. Im Biergarten in der Rheinaue fiebern wir mit mehr als 880 Jugendsportlern und hoffen, dass Thomas Müller gegen Nordirland endlich einmal die Kugel versenkt. Doch noch muss der Stürmer sich gedulden.

Im Vereinsheim des Fußballclubs feiern wir gegen die Slowakei den Hammer-Boateng und den stürmischen Super-Draxler. Auch hier gibt es reichlich Grillgut, kühle Getränke und süße Nervennahrung. Das gehört einfach dazu.

Schließlich das irre Elfmeterschießen in der EM-Pizzeria unseres Vertrauens, wo wir nach dem finalen Hector-Schuss dem Chef des Hauses jubelnd in den Arm fallen – und wenig später dem freundlichen Stammgast unser Mitleid aussprechen, der heute aus familiären Herkunftsgründen für die Italiener war und sich dafür auch noch entschuldigte. Er wirkt nach dem entscheidenden Elfmeter nun ganz still und in sich gekehrt, während der Autokorso mit dem Hupkonzert beginnt.

Aber egal, wie es ausgeht: Alles bleibt friedlich und freundlich auf unseren Fanmeilen. So muss das auch sein.

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