Pünktlich auf Arbeit

Manchmal muss es morgens richtig schnell gehen – trotz der grundsätzlich eher langsamen Kinder. Zum Glück reicht es schon, auf die Tränendrüse zu drücken und den vergleichsweise fixen Mittelsohn zu überzeugen. „Ich will nicht, dass Papa Ärger kriegt, weil er zu spät zur Arbeit kommt“, meint er und nimmt sich des trödelnden kleinen Bruders an. Flugs begeistert er ihn für Torwartklamotten und ruck, zuck ist der Kurze angezogen und steht mit vor- und nachgeputzten Zähnen parat vor der Wohnungstür.

Sonderbar: Keiner mault, zankt, nölt oder nörgelt, wenn es darauf ankommt. Auch leichter Nieselregen hält das Kitakind nicht davon ab, besonders zügig mit dem Rad in seine Einrichtung zu flitzen. Als zweites Kind erreicht der Sohn um 8.10 Uhr glücklich die Kita. Rekord!

Jetzt nur noch auf zur Arbeit, den dringenden Auftrag fertigstellen. Per Rad geht es durch die Konferenz aufgeregte Rheinaue, bei Regen und Wind von vorne. Endlich geschafft: Um 8.30 Uhr sitzt der Papa am leicht angeschwitzt am Computer, um sich einzuloggen.

Doch dann die digitale Ernüchterung: Der PC grätscht dazwischen und verkündet selbstherrlich: „Ihr Kennwort wird geändert. Schalten Sie den Computer nicht aus.“ Das dauert und dauert – gefühlte eine Ewigkeit…

Wo sind nur die schnellen Kinderhelfer wenn man sie am dringendsten braucht?

Unser ökologischer Fußabdruck

Der ökologische Fußabdruck zählt all jene Ressourcen, die für den Alltag gebraucht werden, und zeigt zudem, wie viel Fläche benötigt wird, um die entsprechende Energie und die Rohstoffe zur Verfügung zu stellen. „Passt dein Fuß auf diese Erde?“ fragt deshalb die BUND-Jugend und gibt mit einem Footprint-Rechner jedem Nutzer die Möglichkeit, sein eigenes Verhalten zu überprüfen.

Mit Hilfe eines interaktiven Multiple-Choice-Tests lässt sich in wenigen Minuten der ökologische Fußabdruck berechnen. Dazu muss der Nutzer nur eine Reihe von Fragen beantworten aus den vier zentralen Lebensbereichen Wohnen und Energie, Konsum, Ernährung sowie Verkehr. Das geht los mit den Fragen nach der Art des Hauses und seiner Energieversorgung, über das persönliche Verbrauchs- und Konsumverhalten bis hin zu den Mobilitäts- und Transportvorlieben.

Schon während des Testes merkt der Nutzer, wo bei ihm der Schuh drückt: So erreiche ich einen ökologischen Fußabdruck, der 3,69 Hektar entspricht. Zum Vergleich: Ein fairer Abdruck wäre nur 1,8 Hektar groß. Wenn also alle Menschen einen so hohen Lebensstil wie ich hätten, bräuchten wir dazu 2,05 Erden.

Das Ergebnis mag auf den ersten Blick schockieren, doch leider ist der ökologische Fußabdruck des Durchschnittsdeutschen mit 5,1 Hektar noch mal ein Stückchen größer. Die Zusammensetzung meines Abdruckes in der Analyse zeigt, wo es bei mir hakt: bei Konsum und Ernährung. Vielleicht helfen bei der Optimierung die Linkstipps der BUND-Jugend zur Verkleinerung des Fußabdruckes. Eindrucksvoll!

Neuigkeiten in Einfacher Sprache

Irgendwas an diesem Vorspann ist anders: „Bei der nächsten Bundestags-Wahl tritt der SPD-Politiker Martin Schulz als Kanzler-Kandidat an. Das heißt, er will Bundes-Kanzler werden. Für die Parteien CDU und CSU tritt wieder Bundes-Kanzlerin Angela Merkel an.“

Dieser Text ist wie alle übrigen Artikel auf der Seite nachrichtenleicht in Einfacher Sprache geschrieben. Das ist eine Sprache, die für Erwachsene gemacht ist, die mit der gewöhnlichen Nachrichtensprache ihre Schwierigkeiten haben. Einfache Sprache soll dabei helfen, Informationen besser zu verstehen. In Einfacher Sprache sind zum Beispiel die Sätze kürzer, und in jedem Satz wird nur eine Sache erklärt. Schwierige Wörter werden durch einfachere ersetzt. Und wenn doch mal ein schwieriges Wort  benutzt werden muss, dann wird das Wort erklärt.

Die Seite nachrichtenleicht versucht, mit ihrer Einfachen Sprache mehr Menschen zu erreichen als andere Medien. Das Angebot des Deutschlandfunks in Zusammenarbeit mit der Technischen Hochschule Köln richtet sich zum Beispiel an Menschen mit Lernbehinderung oder ältere Menschen.

Der Wochenrückblick in Einfacher Sprache konzentriert sich dabei bewusst nur auf eine Handvoll Themen. Denn wie zu viele und zu schwierige Wörter überfordern können, so kann auch eine unübersichtlich gestaltete Internetseite abschrecken. Das ist bei nachrichtenleicht nicht der Fall, die sehr einfach und übersichtlich gestaltet ist.

Einfache Sprache ist keine Kindersprache. Aber auch Kinder werden sich über das niederschwellige Angebot freuen.