Eltern im Fernsehmuseum

Viele Eltern wird in diesen Tagen der Schlag getroffen haben, als sie die neuen Wickie-Folgen in Kika und ZDF sahen. Wickie und seine starken Männer sind digital überarbeitet worden und kommen nun in 3 D-Optik und irgendwie geliftet daher. Gewöhnungsbedürftig ist das vor allem für uns Große.

Die Eltern von heute schleppen eine Menge Fernseh-Erinnerungen mit sich herum. Das TV-Museum im Kopf verführt nicht nur dazu, mit anderen Menschen um die 40 in gemeinsamen Seh-Erlebnissen zu schwelgen. Die Eltern von heute neigen auch schnell dazu, den Kindern genau das auf DVD zu präsentieren, was sie vor 30 Jahren selbst toll fanden.

So kommt es, dass sich mancher Erziehungsberechtigte eben auch selbst einen Wunsch erfüllt, wenn er mit der großen „Pippi Langstrumpf“-Sammlung nach Hause kommt oder der vierteiligen „Michel aus Lönneberga“-Edition. Sowas gefällt auch den lieben Kleinen, zumal das Schnitt-Tempo dieser Serien so angenehm langsam ist.

Aber nicht alles, was uns gefiel, muss auch die Kinder begeistern. Während die Eltern verzückt „Heidi“-Folgen schauen, ängstigen sich die Kinder vor dem Bernhardiner Josef und dem wortkargen Alm-Öhi. Während die Großen wie benommen an Biene Majas Lippen hängen, findet die undankbare Brut das schlichtweg langweilig. Und wenn Papa bei Jim Knopf und Lukas vor Glück fast weint, wollen die Kleinen schon nach kurzer Zeit keine Marionetten mehr, sondern lieber Shaun das Schaf. Zum Glück ist das auch für Große lustig.

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